Auf europäischer Ebene gibt es keine einheitliche, gesetzliche Definition des Begriffs Naturkosmetik. Diese Situation ist sowohl für Konsumenten als auch für Hersteller unübersichtlich. In Österreich ist im Österreichischen Lebensmittelbuch zusammengefasst, was den Konsumenten unter dem Begriff Naturkosmetik erwartet. Naturkosmetika sind Erzeugnisse aus natürlichen Rohstoffen pflanzlichen, tierischen und mineralischen Ursprungs. Die Rohstoffe sollen so weit als möglich aus biologischem Anbau stammen.


Für die Gewinnung und Weiterverarbeitung dieser Naturstoffe sind nur physikalische, mikrobiologische oder enzymatische Methoden anzuwenden. Chemische Gewinnungs- oder Verarbeitungsschritte sind nicht erlaubt.
 Ausnahmen: Konservierungsmittel (dürfen auch synthetisch hergestellt werden) und Emulgatoren bzw. Tenside (dürfen einfach chemisch verarbeitet werden). Nicht in Naturkosmetika eingesetzt werden dürfen: Synthetische Farbstoffe, ethoxilierte Rohstoffe, Silikone, Paraffine und andere Erdölprodukte, synthetische Riechstoffe, Bestandteile von toten Wirbeltieren und Rohstoffe aus Wildsammlungen vom Aussterben bedrohter Pflanzen. Häufig enthalten Naturkosmetika natürliche ätherische Öle, die für empfindliche Personen wiederum ein Problem darstellen können.

Naturkosmetik ist nicht gleich Biokosmetik.

Grundsätzlich muss man unterscheiden zwischen Naturkosmetik, Naturkosmetik mit Bio-Anteil und Biokosmetik. Es gibt etliche Siegel, die Verwirrung ist groß. In Österreich ist die Abgrenzung zu Biokosmetik aber einfach: mit dem Codexkapitel A8 “Biokosmetik” im österreichischen Lebensmittelbuch nimmt Österreich eine wichtige Vorreiterrolle im EU Raum ein und bietet erstmals einen gesetzlichen Rahmen für Produktion und Kennzeichnung von Biokosmetik. Das SLK-Zertifikat garantiert zertifizierte Biokosmetik, dass mindestens 95% der landwirtschaftlichen Rohstoffe aus biologischem Anbau stammen und setzt damit einen der strengsten Standards für Biokosmetika.

Quelle: http://www.hautinfo.at/hautlexikon.html

Literatur-Tipps
Biokosmetik – Vegan, frisch, naturbelassen

Du bist, was Du isst – in diesem Sinne sind wir auch das, was unsere Kosmetik ist. Hautpflege wirkt ähnlich wie gesunde oder belastende Ernährung auf den Körper. Sogar Naturkosmetik aus dem Laden enthält meist Konservierungs- und andere Zusatzstoffe. Selbst gemachte, vegane Biokosmetik dagegen ist sanft zum Körper, aber auch sanft zur Umwelt: Kein Tier muss für sie leiden, der CO₂-Fußabdruck ist minimal.

Wichtiger Wirkstoff ist die Frische: Wie bei der Rohkost werden in den meisten Rezepten die Zutaten nicht über 40° C erhitzt. Die Pflanzen bleiben naturbelassen und lebendig und geben diese Lebendigkeit weiter an die Haut. Alles ist einfach und schnell zubereitet. Wer einen Salat zubereiten kann, kann auch ein pflegendes Shampoo, ein nährendes Blütenöl oder ein erfrischendes Fruchtdeodorant selbst mixen. Einfach ausprobieren!

Vegane Kosmetik:
Natürliche Pflege- & Beautyprodukte selbst gemacht

Wir wollen immer nur das Beste an unsere Haut lassen, wissen aber oft kaum, was in unserer täglichen Kosmetik enthalten ist. Dr. Claudia Lainka hat für dieses liebevoll illustrierte Buch eigene vegane Alternativen ohne tierische Produkte entwickelt, die Sie ganz leicht selbst herstellen können. Entdecken Sie natürliche vegane Beautyprodukte für Lippen, Augen, Dekolleté, Füße, Hände, Gesicht und Körper, und erfahren Sie mit Haut und Haar, wie gut Ihnen die frisch zubereiteten Pflegealternativen tun.
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Mein persönliches Allergie-Tagebuch

Die Inhalte vom Allergie-Lexikon / Webkatalog erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit, trotzdem sind wir bemüht es ständig mit interessanten Themen zu erweitern. Die hier aufgeführten Inhalte haben rein informativen und nicht empfehlenden Charakter!

Geschützte Warennamen (Warenzeichen) werden nicht besonders kenntlich gemacht. Aus dem Fehlen eines solchen Hinweises kann also nicht geschlossen werden, dass es sich um einen freien Warennamen handelt. Auch wenn diese an den jeweiligen Stellen nicht als solche gekennzeichnet sind, gelten die entsprechenden gesetzlichen Bestimmungen.

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