Von einer pseudo(=scheinbar)-allergischen Reaktion spricht man, wenn es zu den gleichen Symptomen wie bei einer Allergie kommt, jedoch keine Allergie-spezifischen Antikörper vom Typ IgE im Blut nachgewiesen werden oder die klassischen Hauttests zum Nachweis einer sog. Typ-I-Allergie negativ sind.

Bei pseudoallergischen Reaktionen findet keine vorhergehende Sensibilisierung statt; das Immunsystem ist in anderer Form beteiligt, als dies von Allergien bekannt ist.

Immerhin rufen bei etwa 500 000 Bundesbürgern einige Lebensmittelzusatzstoffe pseudoallergische Reaktionen vor. Diese Nicht-Proteine haben eine bestimmte Funktion in der Lebensmitteltechnologie: Konservierungsstoffe schützen Nahrungsmittel vor dem Verderben, Antioxidanzien verhindern das Ranzigwerden von Fetten und Ölen, Farbstoffe und Emulgatoren sollen Aussehen und Konsistenz der Nahrungsmittel positiv beeinflussen.

Mittlerweile sind in der Europäischen Union über 400 Zusatzstoffe erlaubt – mit steigender Tendenz. Für die Industrie besteht die Pflicht, die Nahrungsmittelzusatzstoffe auf den Lebensmitteln zu kennzeichnen. Allerdings „verstecken“ sich die meisten Nahrungsmittelzusatzstoffe unter den so genannten E-Nummern, was dem Allergiker häufig die Nahrungsmittelauswahl erschwert. Ganz allgemein gilt: E-Nummern der Gruppe 100 sind Farbstoffe, die der Gruppe 200 sind Konservierungsstoffe, die der Gruppe 300 sind Antioxidanzien und die der Gruppe 400 sind Stabilisatoren und Emulgatoren.

Die Festsetzung von Höchstmengen für Rückstände in Nahrungsmitteln wie Pestizide, Antibiotika, Metallverunreinigungen, Reinigungs- und Desinfektionsmittelreste bietet den Betroffenen keinen ausreichenden Schutz, da viele Betroffene individuell auf eine bestimmte Substanz reagieren. Selbst wenn die Höchstmengen nicht überschritten werden, können Symptome auftreten.

Erfahren Sie mehr: http://www.allergiezentrum.org/de/allergien/pseudoallergien

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