Nickelallergie: Haftung bei Behandlungsfehlern

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Fall 1: Nickelhaltige Kniegelenksprothese trotz bekannter Nickelallergie
2011 erhielt die klagende Patientin eine nickelhaltige Kniegelenksprothese. Aufgrund ihrer Nickelallergie konnte sich zwischen Knochen und Prothese allerdings keine feste Verbindung bilden, weshalb das Implantat wieder entfernt werden musste.

Seit dem Eingriff ist die Patientin in ihrer Bewegungsfreiheit stark beeinträchtigt. Der maximale Biegegrad des betroffenen Knies beträgt nur noch 100 Grad. Längeres Stehen oder Gehen ist der Klägerin nicht möglich, zudem ist sie auf die ständige Einnahme von Schmerzmitteln angewiesen. Ihren Beruf als Einzelhandelskauffrau kann sie nicht mehr ausüben.

Ein vermeidbarer Behandlungsfehler, denn die Nickelallergie der Patientin war den behandelnden Ärzten hinlänglich bekannt. Folgerichtig führte der gerichtlich bestellte Gutachter aus, dass das Implantat nur mit Einwilligung der Patientin hätte verwendet werden dürfen. Dies war allerdings nicht der Fall. Das Gericht schlug den Parteien einen Vergleich vor.
Urteil des Landgerichts Würzburgs vom 14. Juni 2015, Aktenzeichen 14 0 760 / 14

  • Fall 2: Nickelhaltiger Zahnersatz trotz Verdacht auf Nickelallergie
  • Fall 3: Nickelhaltiger Stent trotz bekannter Nickelallergie

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Quelle: Nickelfrei.de
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