Zürich – Um in Jodmangelgebieten eine ausreichende Versorgung von Säuglingen sicherzustellen, führt der indirekte Weg über die Muttermilch eher zum Ziel. Eine randomisierte Studie in Lancet Diabetes and Endocrinology (2013; doi: 10.1016/S2213-8587(13)70155-4) ergab, dass die Einnahme von Jodkapseln durch die Mutter Entwicklungsstörungen des Kindes besser verhindert, als wenn das Kind Jodkapseln einnimmt – vorausgesetzt natürlich der Säugling wird gestillt.

In Jodmangelgebieten, in denen die Bevölkerung kein jodiertes Salz verwendet, laufen Neugeborene auch heute noch Gefahr, infolge einer Hypothyreose dauerhaft Hirn­schäden zu erleiden. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) rät deshalb dringend zu einer Jodsubstitution. Sie bevorzugt hier die einmalige Gabe einer Joddepotkapsel an die Mütter. Sie soll ausreichende Vorräte von Mutter und Kind sicherstellen. Eine direkte Substitution des Kindes wird nur empfohlen, wenn die Mutter ihr Kind nicht stillt. Die Wirksamkeit dieser Empfehlungen ist jetzt erstmals in einer randomisierten Studie in Marokko untersucht worden. … Auszug/ (Quelle: http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/56718)

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Jodmangel: Stillende Mutter versorgt Säugling am besten
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