Von Dr. med. dent. Susanne Schorr , Zahnärztin – Karies ist eine weit verbreitete, ernährungsbedingte Zivilisationskrankheit. Sobald der Zahn im Kleinkindesalter in die Mundhöhle durchbricht, beginnt der Angriff auf die Zahnsubstanz. Kohlenhydrate (Zucker) sind die große Gefahr für die Zähne, Fette und Eiweiße greifen den Zahnschmelz dagegen nicht an.

Zucker konsumiert der Durchschnittsdeutsche reichlich: Mehr als 30 Kilogramm sind es pro Jahr. Wichtig ist auch, dass viele Lebensmittel „versteckte Zucker“ enthalten, beispielsweise Ketchup und Kartoffelchips. Die gezielte Auswahl und Zubereitung von Lebensmitteln kann das Zähneputzen zwar nicht ersetzen, aber sinnvoll ergänzen.

Säureangriff auf die Zähne
Zucker schädigt die Zähne nicht direkt, sondern er wird zuerst von Bakterien (Streptokokkus mutans) in den Zahnbelägen „verzehrt“. In den Bakterien wird Zucker zu Säuren abgebaut – diese greifen den Zahn an und führen schließlich zu Karies. Ohne Zahnbelag und seine Bakterien könnte daher selbst viel Zucker die Zähne nicht schädigen.

Normalerweise herrscht im Mund ein neutraler pH-Wert zwischen 6 und 7. Zuckerhaltige Nahrungsmittel lassen diesen pH-Wert vorübergehend stark ins Saure absinken (Werte zwischen 5 und 4). Dadurch werden Mineralien aus dem darunter liegenden Schmelz herausgelöst. Der Speichel neutralisiert die Säuren langsam wieder und der Zahnschmelz kann sich regenerieren. … Auszug/ (Quelle: http://www.netdoktor.de/Gesund-Leben/Zaehne/Vorsorge/Zaehne-und-Ernaehrung-6024.html)

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Zähne und Ernährung
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