Automatischer Pollenmonitor macht Pollen-Hotspots in der Stadt sichtbar

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Gesundheitsorientierte Stadt- und Grünplanung 
Forschende kombinierten Daten eines automatischen Pollenmonitors, der die Pollenbelastung in der Luft misst, mit einem Kataster von 1.427 Bäumen aus 66 Arten, um herauszufinden, wann und wo Menschen besonders stark Allergenen ausgesetzt sind und wie Städte entsprechend gesünder gestaltet werden können. 
Für die Analyse wurde ein spezieller Index zur Bewertung allergener Pflanzen angewendet und an die lokalen Bedingungen angepasst – zum Beispiel an die vorkommenden Baumarten, ihre Blütezeiten und Standorte. Zusätzlich flossen Luftpollenmessungen, Temperatur und Luftverschmutzung in das Modell ein. Veränderungen wurden auf Jahres-, Monats- und Tagesebene untersucht. 
Für Heuschnupfen entscheidend: Blühzeit und Verteilung der allergenen Baumarten 
Etwa 35 Prozent der Bäume gelten als allergen, hauptsächlich Birken und Hasel. Das allergene Potenzial war insgesamt relativ hoch. Besonders entscheidend für die Belastung ist die Größe der Baumkrone, da größere Kronen mehr Pollen produzieren können. 
Die höchsten Belastungen traten im Frühjahr auf, passend zur Blütezeit der dominanten allergenen Baumarten. Temperatur ist hierbei ein besonders wichtiger Faktor. 
Die Ergebnisse zeigen, dass sowohl die räumliche Verteilung allergener Baumarten in der Stadt als auch deren Blütezeit entscheidend dafür sind, wie stark Menschen Pollen ausgesetzt sind. Der Bewertungs-Index ermöglicht, diese Belastung gezielt einzuschätzen. So können Städte gesünder geplant und gleichzeitig besser an den Klimawandel angepasst werden. 
 
Quelle:  
C. Trost et al.: Unveiling hidden allergenic hotspots: A fine-scale, parameter-optimized approach for spatiotemporal mapping of urban allergenicity assessments. Sustainable Cities and Society, 15 November 2025. 

Quelle: allergieinformationsdienst.de | Helmholtz Munich
Titelbild/Grafik: Helmholtz Zentrum München | Deutsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt

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