Klimawandel und Allergie

Helmholtz Zentrum München

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Der Klimawandel begünstigt mildere Temperaturen in Winter und Spätherbst sowie Hitze im Sommer. Als Folge können sich Allergien länger im Jahr bemerkbar machen und auch bei Personen neu auftreten, die bisher keine Allergien hatten. Auch können die Symptome einer Allergie oder einer allergischen Erkrankung stärker ausgeprägt sein. Vor allem Menschen mit Heuschnupfen, Neurodermitis und allergischem Asthma spüren die Folgen von Klimaveränderungen wie längere Hitzeperioden und Trockenheit am deutlichsten.

Allergien nehmen zu

Studien weisen darauf hin, dass der Klimawandel eine mögliche Ursache für den Anstieg von Allergien sein kann. Am deutlichsten zeigen sich die Auswirkungen auf die allergische Erkrankung Heuschnupfen: Mildere Temperaturen im Winter und Spätherbst führen dazu, dass die Pollensaison früher startet und länger anhält. Menschen mit Pollenallergie sind nun teilweise das ganze Jahr über betroffen. Eingewanderte Pflanzen, so genannte Neophyten, mit einer längeren Blühdauer tragen ebenfalls zu einer stärkeren Pollenbelastung über mehrere Monate bei.

Ein bekanntes Beispiel ist Ambrosia artemisiifolia, auch bekannt unter der deutschen Bezeichnung Beifußblättriges Traubenkraut. Weil die Pollen von Ambrosia besonders allergen sind – also besonders stark auf das Immunsystem einwirken – führen sie häufiger als anderer Blütenstaub zur Sensibilisierung und als Folge auch dazu, dass mehr Menschen erstmalig eine Pollenallergie entwickeln. Rund 14 Prozent der Menschen in Deutschland reagieren allergisch auf den Neophyten Ambrosia…

Quelle: Allergieinformationsdienst | Helmholtz Zentrum München

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